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DAS SCHWARZE AUGE und MYRANOR ® Ulisses Spiele GmbH
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Code und Design © 2003-2010 Memoria Myrana
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Die Rechte aller Artikel und Publikationen liegen bei ihren jeweiligen Autoren
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(Berichte aus dem Leben der Myranor-Fans)
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Role
Play Convention 2008
in Münster
Text entstammt dem Artikel Myranor in Münster - Role Play
Convention 2008 von Peter Horstmann aus der
Memoria Myrana 18
Münster rief und alle kamen ... so war es zumindest geplant.
Bei angenehmen Temperaturen um die 20 Grad und ohne Regen - was
für Münster eher eine Ausnahme ist - trafen sich am 26. und 27.
April Computerfreaks, Spielebegeisterte und Larper in der Halle
Münsterland. Auch eine Menge anderen Typen der menschlichen Rasse
waren vor Ort, sodass eine bunte Mischung durch die Hallen Nord,
Mitte und Süd wuselten und auch die Aussenbereiche bevölkerten.
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Übersicht
►Myranor-Spielrunden
Samstag ►DSA 2008-2009
Sonntag ►Myranor-Wie geht es weiter? ►Myranische Magie
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Laut Veranstalter waren es im letzten Jahr immerhin 12.000
Besucher und nach der Homepage www.rpcgermany.de waren es dieses
Jahr fast doppelt so viele. Das passt durchaus zu dem Eindruck,
dass “alle da waren”, den man schnell bekommen konnte.
Das Angebot reichte von PC-Spiele (Halle Mitte) über Brettspiele
und LARP bis hin zu SF, TableTop (Halle Süd) und Pen & Paper
(Halle Nord). Im Aussenbereich war ein Mittelaltermarkt
aufgebaut und große Zelte für Lesungen und Workshops.
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Myranor-Spielerunden Während die myranische
Verstärkung für die Alveraniare noch in Arbeit ist, waren die
fleißigen “Roten” zahlreich vor Ort um DSA-Aventurien-Turniere
durchzuführen. Die Fahne Myranors wurde somit wieder einmal von
“ehrenamtlichen” Spielleitern hochgehalten. An vorderster Front
dabei: MM-Mitarbeiter und erfolgreicher Teilnehmer am
AB-Wettbewerb 2007
Jochen Willmann, der aus dem fernen München
bis nach Münster immerhin über 650km fuhr, um am Samstag von
morgens um 10 bis spät abends zu meistern. Offenbar war die
Präsentation des Kontinentes von Erfolg gekrönt, da seine
Spieler am Sonntag zum Workshop vollzählig erschienen.
Aber eine Convention ist ja nicht nur zum Spielen da, sondern
auch ein Treffpunkt. Nicht nur für den Workshop am Sonntag
waren Christian Saßenscheidt und Olaf Michel erschienen. Beide
Tage wurde fleißig über Myranische Magie, den myranischen
Norden und andere aktuelle Themen diskutiert. Ein beliebter
Anlaufpunkt war dabei immer wieder der Stand von Ulisses in
der Halle Nord.
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Workshops Am Samstag wurde das aktuelle
Publikationsprogramm vorgestellt. Gegen 14:00 trafen sich
mehrere Dutzend Interessierte in Zelt 3 zum Workshop DSA
2008/2009. Patric Götz und Thomas Römer stellten eine große
Bandbreite von neuen Produkten vor und sorgten mit ein wenig
weißer Pappe für viel Wirbel. Für die Freunde Myranors waren
dabei besonders die Planungen zum Nordlandband und Te’Sumurru
von Interesse. Das erste genannte Produkt war der Codex
Monstrorum.
Dabei handelt es sich um eine neue Art Informationen über
Tierwelt und Hintergrund zu präsentieren. Das Buch ist seit
dem 24. April erhältlich. Der Clou bei dem Werk war ein Deal
mit dem Zeichner der enthaltenen Tiere. Ein Teil war vorgegeben,
ein anderer Teil konnte von dem Künstler frei gestaltet werden
und “musste” dann von den Autoren Jörg Raddatz und Heike Kamaris
in den Hintergrund Myranors eingebaut werden. Dabei kam es
teilweise zu recht skurilen Monstern und bizarren Wesen.
Für den Herbst sind - wie bereits bekannt - die beiden Werke
Unter dem Sternenpfeiler und Myranische Magie geplant. Für die Magie konnten am Sonntag
die beiden Bandredakteure verkünden, dass nahezu alle Texte bereits
abgegeben sind, sodass der geplante Termin “spätestens Messe Essen”
wohl kein Problem darstellen wird. Auch für den Nordlandband sind
bereits Texte erstellt und weitere Inhalte wurden am Wochenende
ausgiebig besprochen.
Auch ein myranischen Pendant zum aventurischen “Dungeon-Band” wurde
genannt. Wie schon im letzten Jahr in Dortmund angekündigt, soll es
sich dabei um die in Ruinen liegende Hauptstadt Darshuria der Te’Sumurrer
handeln. Dieser blaue Themenband wird vorraussichtlich 2009
erscheinen. Dies gilt auch für den Band zur Technomantie, der unter
der Regie von Heike Kamaris erscheinen soll.
Auf meine Frage, ob es zu den Regel- und Themenbänden Anthologien
geben würde, kam ein verlegenes Nein als Antwort. Abenteuer zu Myranor
wird es vorerst wohl nur über die Wettbewerbe und aus Fan-Hand
geben. Eine weitere Frage drehte sich um die Verknüpfung von Myranor
und Aventurien. Es wurde betont, dass die Hintergründe auch weiterhin eng
verzahnt sein würden. Gerade angesichts der Entwicklungen im Horasreich
und dem dazu bald erscheinenden Regionalband böten sich Gelegenheiten.
Im Anschluss an den Workshop wurde wiederum bis spät abends diskutiert
und geplant, sodass die für Myranor Verantwortlichen und Tätigen wohl
nur wenig von der restlichen Messe mitbekommen haben.
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Am Sonntag fand um 11:30 der Workshop
statt: Myranor - wie geht es weiter? Neben weiteren
Details zu den Themen, die schon am Vortag erwähnt worden waren,
kam die Sprache auch auf einen möglichen, angedachten Band, der
auf die Ereignisse der Drachenkampagne, bzw. deren Folgen, aus
myranischer Sicht eingeht. Das sei aber alles bisher nur eine
Idee. Hoffen wir, dass daraus etwas Konkretes wird.
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Ein weiteres Thema waren die Erfahrungen der Anwesenden mit
myranischen Charakteren. Es wurde bei den etwa 16 (Anzahl am
Ende des WS) Spielern recht schnell deutlich, dass “tierische”
und eher “organisierende” Helden in der Gunst vorne liegen. So
waren es in der Mehrzahl Felide, Shingwa und Satyare, die meist
zwielichtigen Professionen nachgingen. Ein Kouramnion-Hektagu
wurde von Jörg Raddatz mit einem Lächeln als “heroische Ausnahme”
gewürdigt.
Auf die Frage, wie man denn ohne aufwendige Schiffsreise Aventurier
nach “drüben” bringen könne, wurde auf Tore verwiesen. Diese Tore
sollen in verschiedenen Regionen zu finden sein (etwa Farindelwald)
und einen schnelleren, wenn auch nicht unbedingt gefahrloseren und
langweiligeren Transfer nach Myranor ermöglichen. Daneben stünden
dem jeweiligen Meister ja auch noch eine Reihe von anderen Möglichkeiten
offen. Eine Alternative bietet z. B. der Artikel von René Littek in der
Memoria Myrana Ausgabe 18 ab S. 30. Weitere werden wir in den kommenden
Ausgaben vorstellen. Diese Tore seien “jedoch als Vehikel gemeint”, nicht als
Automatismus, um nun Myriaden nach Aventurien zu bringen, so Jörg Raddatz. In
der Gestaltung des Metaplots Aventuriens werden sie daher sicherlich keine
Rolle spielen, ebenso wenig in der myranischen Wirklichkeit.
Da oftmals die Fremdartigkeit des südlichen Imperiums, bzw. seiner
Beschreibung als Grund für ein Zögern gegenüber Myranor als Spielwelt
genannt wurde, soll der Norden des Kontinents weniger exotisch gestaltet
werden. So würden aventurische Besucher eine größere Anzahl vertrauter
Elemente vorfinden, als im Süden. Dabei ist jedoch nicht geplant, ein
zweites Aventurien zu gestalten. Vielmehr wird man in den Strukturen von
Herrschaft und Gesellschaft bekannte Systeme erkennen. Die Darstellung im
Nordlandband wird, wie in Dortmund im Spätsommer von den Fans gewünscht,
nicht ausschließlich aus imperialer Sicht geschrieben, sondern es sollen
auch Einheimische der einzelnen Regionen zu Wort kommen. Als Termin wurde
auch hier die Messe in Essen angepeilt.
Der Götterband wurde als “sehr angebracht” bezeichnet. Doch im Land der
10.000 Götter ist man mit ein paar Seiten ja nicht fertig. Ein Werk von 500
oder mehr Seiten wird sich jedoch nicht verkaufen lassen. So wird der
Band “deutlich mehr als Spielleiterhilfe” fungieren und weniger eine
ausführliche Beschreibung der Kulte aus Sicht der Gläubigen. Der Band
müsse vielmehr darauf eingehen, wie man eine lokale Gottheit im Spiel
darstellen kann und wie man einen Kult gestalten müsste.
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Im Anschluss an diesen Workshop stellten sich die beiden Bandredakteuere
Olaf Michel und Christian Saßenscheidt den Fans und sprachen über Myranische Magie. Trotz des eher
anspruchsvollen Themas waren noch mehr als ein Dutzend Fans anwesend.
Der Workshop begann mit der Frage an die Fans nach den Erwartungen, die
sie von dem Band haben. Die Antworten waren da recht eindeutig:
- Regeln für Spontanmagie - ein deutlich spielbareres System als
bisher - Mehr Hintergrund zu den magisch begabten Wesen Myranors.
- ein eigenes myranisches Flair, was “anderes” als Aventurien
- die Fähigkeit einfache magische Effekte ohne hohen Auffand zu schaffen
- keine Proben +54 mehr - Rituale - weniger Spielzeitaufwand beim
Zaubern - kulturspezifische magische Eigenheiten der einzelnen Völker
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Bei einzelnen Aspekten konnten die beiden Redakteuere direkt eine positive
Antwort geben, andere Bereiche waren “noch in der Diskussion” oder wurden
ohne Kommentar notiert. Der Band wird insgesamt nicht so detailreich
wie das aventurische Pendant, da man weder genug Platz dafür hätte noch so
etwas in Myranor anstreben möchte. Der “myranische Flair” der freieren
Gestaltung soll auch in der Magie erhalten bleiben. Dennoch wird man ein
solides System erhalten, um alle Ideen auszugestalten und seine Charaktere
spielbar zu machen. Als zusammenfassender Begriff könnte man diesen Band -
wie mMn ganz Myranor - als “Arsenal der Möglichkeiten” bezeichnen. Das
Buch hat sich von dem Konzept der Dreiteilung in Basis, Optional, Experten
ein Stück weit entfernt und bietet ein Basissystem, das in sich
abgeschlossen ist und keine Expertenregeln braucht, um zu bestehen, wie
Sassi betonte. Auch Jörg Raddatz meinte: “... die Abbildung der Welt ist
in der Basis mit drin.” Auf dieser “Basis” steht dann eine weiterführendes
System, das mehr in die Tiefe geht, jedoch rein optional ist.
Ein weiterer sehr angenehmer Aspekt wird sein, dass die Bandbreite der
Möglichkeiten der jeweiligen Zaubernden um Einiges größer wird. Aber eine
Garantie auf Vollständigkeit aller denkbarer Zauber, Wirkungen, etc. wird es
nicht geben. Olaf Michel dazu: “Alles was in diesem Band nicht steht ...
heißt nicht, dass es das nicht gibt!” Das gibt Luft, um später weitere
magische Traditionen und Professionen zu beschreiben, ohne Widersprüche
hervorzurufen. Es werde aber Wert darauf gelegt, die Regeln jetzt schon
so sicher zu gestalten, dass diese späteren Arbeiten ohne große
Regelergänzungen abbildbar seien. Aus dem Publikum kam die Frage, wie
oft man würfeln müsse, bis man einen Effekt bekomme? Die Antwort war da
zwar sehr hoffungsvoll, aber noch nicht eindeutig. Eine Probenflut wie
bisher wird es nicht mehr geben. In der Diskussion ist aktuell, ob man nun
eine 3er-Probe (3W20) + eine 1er-Probe oder nur eine 3er-Probe oder beides,
je nach Wirkung festschreiben wird. Weitere Fragen zielten auf die
Anzahl der Stabzauber, bzw. Quellen ab. Als Antwort kann man sagen: “andere
und viel mehr”. Die Quellen wurden erweitert und ausgiebig beschrieben. In
ihren Wirkungen werden sich einige überschneiden, sodass man auch ohne die
Kentniss aller Quellen eine gewisse Bandbreite an Wirkungen und Effekte
herbeiführen können wird. Eine Frage der Formulierung der Texte ist die
Frage nach dem Gebrauch von myranischen Begriffen. Während man unter den
beteiligten Autoren nicht ganz einig war, ob man nun “Gradu”, “Schritt”
oder gar “Meter” schreiben soll, waren die Teilnehmer des Workshops
da doch in der Mehrheit der Meinung, lieber die myranischen Begriffe
zu nutzen. Dabei solle eine kurze Erklärung der Begriffe vorangestellt
werden.
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