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DAS SCHWARZE AUGE
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Die Rechte aller Artikel und Publikationen liegen bei ihren jeweiligen Autoren

















Myranor-Szene
(Berichte aus dem Leben der Myranor-Fans)
Role Play Convention 2008 in Münster

Text entstammt dem Artikel Myranor in Münster - Role Play Convention 2008 von Peter Horstmann aus der Memoria Myrana 18

Eingang Eingang Münster rief und alle kamen ...
so war es zumindest geplant. Bei angenehmen Temperaturen um die 20 Grad und ohne Regen - was für Münster eher eine Ausnahme ist - trafen sich am 26. und 27. April Computerfreaks, Spielebegeisterte und Larper in der Halle Münsterland. Auch eine Menge anderen Typen der menschlichen Rasse waren vor Ort, sodass eine bunte Mischung durch die Hallen Nord, Mitte und Süd wuselten und auch die Aussenbereiche bevölkerten.
Übersicht


Myranor-Spielrunden

Samstag
DSA 2008-2009

Sonntag
Myranor-Wie geht es weiter?
Myranische Magie
Laut Veranstalter waren es im letzten Jahr immerhin 12.000 Besucher und nach der Homepage www.rpcgermany.de waren es dieses Jahr fast doppelt so viele. Das passt durchaus zu dem Eindruck, dass “alle da waren”, den man schnell bekommen konnte.
Das Angebot reichte von PC-Spiele (Halle Mitte) über Brettspiele und LARP bis hin zu SF, TableTop (Halle Süd) und Pen & Paper (Halle Nord). Im Aussenbereich war ein Mittelaltermarkt aufgebaut und große Zelte für Lesungen und Workshops.
Myranor-Spielrunde MyrMag-Treffen Myranor-Spielrunde Myranor-Spielerunden
Während die myranische Verstärkung für die Alveraniare noch in Arbeit ist, waren die fleißigen “Roten” zahlreich vor Ort um DSA-Aventurien-Turniere durchzuführen. Die Fahne Myranors wurde somit wieder einmal von “ehrenamtlichen” Spielleitern hochgehalten. An vorderster Front dabei: MM-Mitarbeiter und erfolgreicher Teilnehmer am AB-Wettbewerb 2007 Jochen Willmann, der aus dem fernen München bis nach Münster immerhin über 650km fuhr, um am Samstag von morgens um 10 bis spät abends zu meistern. Offenbar war die Präsentation des Kontinentes von Erfolg gekrönt, da seine Spieler am Sonntag zum Workshop vollzählig erschienen.
Aber eine Convention ist ja nicht nur zum Spielen da, sondern auch ein Treffpunkt. Nicht nur für den Workshop am Sonntag waren Christian Saßenscheidt und Olaf Michel erschienen. Beide Tage wurde fleißig über Myranische Magie, den myranischen Norden und andere aktuelle Themen diskutiert. Ein beliebter Anlaufpunkt war dabei immer wieder der Stand von Ulisses in der Halle Nord.

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DSA2008 MyrMag-Treffen DSA2008CM MyrMag-Treffen DSA2008CM MyrMag-Treffen DSA2008CM MyrMag-Treffen DSA2008CM Workshops
Am Samstag wurde das aktuelle Publikationsprogramm vorgestellt. Gegen 14:00 trafen sich mehrere Dutzend Interessierte in Zelt 3 zum Workshop DSA 2008/2009. Patric Götz und Thomas Römer stellten eine große Bandbreite von neuen Produkten vor und sorgten mit ein wenig weißer Pappe für viel Wirbel. Für die Freunde Myranors waren dabei besonders die Planungen zum Nordlandband und Te’Sumurru von Interesse. Das erste genannte Produkt war der Codex Monstrorum. Dabei handelt es sich um eine neue Art Informationen über Tierwelt und Hintergrund zu präsentieren. Das Buch ist seit dem 24. April erhältlich. Der Clou bei dem Werk war ein Deal mit dem Zeichner der enthaltenen Tiere. Ein Teil war vorgegeben, ein anderer Teil konnte von dem Künstler frei gestaltet werden und “musste” dann von den Autoren Jörg Raddatz und Heike Kamaris in den Hintergrund Myranors eingebaut werden. Dabei kam es teilweise zu recht skurilen Monstern und bizarren Wesen.
Für den Herbst sind - wie bereits bekannt - die beiden Werke Unter dem Sternenpfeiler und Myranische Magie geplant. Für die Magie konnten am Sonntag die beiden Bandredakteure verkünden, dass nahezu alle Texte bereits abgegeben sind, sodass der geplante Termin “spätestens Messe Essen” wohl kein Problem darstellen wird. Auch für den Nordlandband sind bereits Texte erstellt und weitere Inhalte wurden am Wochenende ausgiebig besprochen.
Auch ein myranischen Pendant zum aventurischen “Dungeon-Band” wurde genannt. Wie schon im letzten Jahr in Dortmund angekündigt, soll es sich dabei um die in Ruinen liegende Hauptstadt Darshuria der Te’Sumurrer handeln. Dieser blaue Themenband wird vorraussichtlich 2009 erscheinen. Dies gilt auch für den Band zur Technomantie, der unter der Regie von Heike Kamaris erscheinen soll.
Auf meine Frage, ob es zu den Regel- und Themenbänden Anthologien geben würde, kam ein verlegenes Nein als Antwort. Abenteuer zu Myranor wird es vorerst wohl nur über die Wettbewerbe und aus Fan-Hand geben.
Eine weitere Frage drehte sich um die Verknüpfung von Myranor und Aventurien. Es wurde betont, dass die Hintergründe auch weiterhin eng verzahnt sein würden. Gerade angesichts der Entwicklungen im Horasreich und dem dazu bald erscheinenden Regionalband böten sich Gelegenheiten.
Im Anschluss an den Workshop wurde wiederum bis spät abends diskutiert und geplant, sodass die für Myranor Verantwortlichen und Tätigen wohl nur wenig von der restlichen Messe mitbekommen haben.

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Am Sonntag fand um 11:30 der Workshop statt: Myranor - wie geht es weiter? Neben weiteren Details zu den Themen, die schon am Vortag erwähnt worden waren, kam die Sprache auch auf einen möglichen, angedachten Band, der auf die Ereignisse der Drachenkampagne, bzw. deren Folgen, aus myranischer Sicht eingeht. Das sei aber alles bisher nur eine Idee. Hoffen wir, dass daraus etwas Konkretes wird.
Ein weiteres Thema waren die Erfahrungen der Anwesenden mit myranischen Charakteren. Es wurde bei den etwa 16 (Anzahl am Ende des WS) Spielern recht schnell deutlich, dass “tierische” und eher “organisierende” Helden in der Gunst vorne liegen. So waren es in der Mehrzahl Felide, Shingwa und Satyare, die meist zwielichtigen Professionen nachgingen. Ein Kouramnion-Hektagu wurde von Jörg Raddatz mit einem Lächeln als “heroische Ausnahme” gewürdigt.
Auf die Frage, wie man denn ohne aufwendige Schiffsreise Aventurier nach “drüben” bringen könne, wurde auf Tore verwiesen. Diese Tore sollen in verschiedenen Regionen zu finden sein (etwa Farindelwald) und einen schnelleren, wenn auch nicht unbedingt gefahrloseren und langweiligeren Transfer nach Myranor ermöglichen. Daneben stünden dem jeweiligen Meister ja auch noch eine Reihe von anderen Möglichkeiten offen. Eine Alternative bietet z. B. der Artikel von René Littek in der Memoria Myrana Ausgabe 18 ab S. 30. Weitere werden wir in den kommenden Ausgaben vorstellen. Diese Tore seien “jedoch als Vehikel gemeint”, nicht als Automatismus, um nun Myriaden nach Aventurien zu bringen, so Jörg Raddatz. In der Gestaltung des Metaplots Aventuriens werden sie daher sicherlich keine Rolle spielen, ebenso wenig in der myranischen Wirklichkeit.
Da oftmals die Fremdartigkeit des südlichen Imperiums, bzw. seiner Beschreibung als Grund für ein Zögern gegenüber Myranor als Spielwelt genannt wurde, soll der Norden des Kontinents weniger exotisch gestaltet werden. So würden aventurische Besucher eine größere Anzahl vertrauter Elemente vorfinden, als im Süden. Dabei ist jedoch nicht geplant, ein zweites Aventurien zu gestalten. Vielmehr wird man in den Strukturen von Herrschaft und Gesellschaft bekannte Systeme erkennen. Die Darstellung im Nordlandband wird, wie in Dortmund im Spätsommer von den Fans gewünscht, nicht ausschließlich aus imperialer Sicht geschrieben, sondern es sollen auch Einheimische der einzelnen Regionen zu Wort kommen. Als Termin wurde auch hier die Messe in Essen angepeilt.
Der Götterband wurde als “sehr angebracht” bezeichnet. Doch im Land der 10.000 Götter ist man mit ein paar Seiten ja nicht fertig. Ein Werk von 500 oder mehr Seiten wird sich jedoch nicht verkaufen lassen. So wird der Band “deutlich mehr als Spielleiterhilfe” fungieren und weniger eine ausführliche Beschreibung der Kulte aus Sicht der Gläubigen. Der Band müsse vielmehr darauf eingehen, wie man eine lokale Gottheit im Spiel darstellen kann und wie man einen Kult gestalten müsste.


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DSA2008 Im Anschluss an diesen Workshop stellten sich die beiden Bandredakteuere Olaf Michel und Christian Saßenscheidt den Fans und sprachen über Myranische Magie. Trotz des eher anspruchsvollen Themas waren noch mehr als ein Dutzend Fans anwesend. Der Workshop begann mit der Frage an die Fans nach den Erwartungen, die sie von dem Band haben. Die Antworten waren da recht eindeutig:
- Regeln für Spontanmagie
- ein deutlich spielbareres System als bisher
- Mehr Hintergrund zu den magisch begabten Wesen Myranors.
- ein eigenes myranisches Flair, was “anderes” als Aventurien
- die Fähigkeit einfache magische Effekte ohne hohen Auffand zu schaffen
- keine Proben +54 mehr
- Rituale
- weniger Spielzeitaufwand beim Zaubern
- kulturspezifische magische Eigenheiten der einzelnen Völker
Bei einzelnen Aspekten konnten die beiden Redakteuere direkt eine positive Antwort geben, andere Bereiche waren “noch in der Diskussion” oder wurden ohne Kommentar notiert.
Der Band wird insgesamt nicht so detailreich wie das aventurische Pendant, da man weder genug Platz dafür hätte noch so etwas in Myranor anstreben möchte. Der “myranische Flair” der freieren Gestaltung soll auch in der Magie erhalten bleiben. Dennoch wird man ein solides System erhalten, um alle Ideen auszugestalten und seine Charaktere spielbar zu machen. Als zusammenfassender Begriff könnte man diesen Band - wie mMn ganz Myranor - als “Arsenal der Möglichkeiten” bezeichnen. Das Buch hat sich von dem Konzept der Dreiteilung in Basis, Optional, Experten ein Stück weit entfernt und bietet ein Basissystem, das in sich abgeschlossen ist und keine Expertenregeln braucht, um zu bestehen, wie Sassi betonte. Auch Jörg Raddatz meinte: “... die Abbildung der Welt ist in der Basis mit drin.” Auf dieser “Basis” steht dann eine weiterführendes System, das mehr in die Tiefe geht, jedoch rein optional ist.
Ein weiterer sehr angenehmer Aspekt wird sein, dass die Bandbreite der Möglichkeiten der jeweiligen Zaubernden um Einiges größer wird. Aber eine Garantie auf Vollständigkeit aller denkbarer Zauber, Wirkungen, etc. wird es nicht geben. Olaf Michel dazu: “Alles was in diesem Band nicht steht ... heißt nicht, dass es das nicht gibt!” Das gibt Luft, um später weitere magische Traditionen und Professionen zu beschreiben, ohne Widersprüche hervorzurufen. Es werde aber Wert darauf gelegt, die Regeln jetzt schon so sicher zu gestalten, dass diese späteren Arbeiten ohne große Regelergänzungen abbildbar seien.
Aus dem Publikum kam die Frage, wie oft man würfeln müsse, bis man einen Effekt bekomme? Die Antwort war da zwar sehr hoffungsvoll, aber noch nicht eindeutig. Eine Probenflut wie bisher wird es nicht mehr geben. In der Diskussion ist aktuell, ob man nun eine 3er-Probe (3W20) + eine 1er-Probe oder nur eine 3er-Probe oder beides, je nach Wirkung festschreiben wird.
Weitere Fragen zielten auf die Anzahl der Stabzauber, bzw. Quellen ab. Als Antwort kann man sagen: “andere und viel mehr”. Die Quellen wurden erweitert und ausgiebig beschrieben. In ihren Wirkungen werden sich einige überschneiden, sodass man auch ohne die Kentniss aller Quellen eine gewisse Bandbreite an Wirkungen und Effekte herbeiführen können wird.
Eine Frage der Formulierung der Texte ist die Frage nach dem Gebrauch von myranischen Begriffen. Während man unter den beteiligten Autoren nicht ganz einig war, ob man nun “Gradu”, “Schritt” oder gar “Meter” schreiben soll, waren die Teilnehmer des Workshops da doch in der Mehrheit der Meinung, lieber die myranischen Begriffe zu nutzen. Dabei solle eine kurze Erklärung der Begriffe vorangestellt werden.

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